José Damián Fernández Mérida ist 1968 in Santa Cruz de Tenerife geboren und Vater eines Sohnes. Er lebt im Haus seiner Familie in Tegueste, wo er sich um seine Tiere und seinen Garten kümmert, zudem eigenen Wein herstellt.
Der charismatische Protagonist von AHUL zeichnet sich durch sein außergewöhnliches Wissen, seine große Kreativität und seine vielfältigen Talente aus. Seine tiefe Verbundenheit mit den Kanarischen Inseln umfasst sowohl die Vergangenheit als auch die Gegenwart des Archipels.
Schon als Kind fühlte sich Damián von den lokalen Traditionen angezogen und beteiligte sich an landwirtschaftlichen Arbeiten wie dem Dreschen. Bald entwickelte er eine Leidenschaft für die Geschichte seiner Heimat und für die Wurzeln der heutigen Bevölkerung. Er hörte ihre Musik, bildete sich durch Bücher weiter und begann, eigene Geschichten zu schreiben. Er beobachtete, lernte und entwickelte autodidaktisch Fähigkeiten wie den Lanzensprung und das Modellieren mit Ton. Im Laufe der Zeit schloss er sich folkloristischen Gruppen an, in denen sich sein Wissen und seine Erfahrung weiter vertieften und erweiterten.
Heute praktiziert er den Salto del Pastor und das Juego del Palo, einheimische Sportarten, die aus der Tradition der indigenen Bevölkerung der Kanarischen Inseln stammen. Er ist Naturführer und -interpret, soziokultureller Animator sowie Folklorist mit Spezialisierung auf instrumentale und tänzerische Ausdrucksformen. Außerdem ist er Mitglied der Viehzüchtervereinigung der Gemeinde Tegueste und setzt sich für die traditionelle kanarische Viehzucht sowie für den Erhalt einheimischer Rassen ein.
Mit der Asociación Cultural Auchones Libres de las Islas Canarias, deren Präsident er ist, widmet er sich der Wertschätzung, Erforschung, Darstellung und Verbreitung indigener Wurzeln sowie der Bewahrung und Fortführung des Erbes der Vorfahren.
In seinem Buch Cuentos de Akaiguan (dessen Neuauflage in Planung ist) erzählt er Geschichten – darunter auch solche aus der Zeit der Guanchen –, in denen sich sein fundiertes Wissen über die Ahnen, seine Vorstellungskraft und seine Erzählkunst vereinen.
Akaiguan, der guanchische Name, den er für sich gewählt hat, bedeutet „das Erwachen des Menschen“: ein Mensch, der erwacht oder erwacht ist.