AHUL ist ein wortarmer experimenteller Kurzfilm, der sich dem vorspanischen Erbe der Kanarischen Inseln annähert. Der Protagonist ist ein Zeitgenosse von Teneriffa. Das Werk durchstreift verschiedene Landschaften, einst systemrelevante Orte sowie heilige Stätten und zeigt gegenwärtige Praktiken mit uralten Wurzeln. Auf diese Weise entsteht eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, die die Zeit übersteigt. Ohne historische Rekonstruktionen offenbart der Film, wie das indigene Erbe bis heute lebendig ist. In dieser visuellen und emotionalen Spurensuche wirft das Lokale universelle Fragen nach Ursprung, Erinnerung und Zugehörigkeit auf.

AHUL ist in vielerlei Hinsicht ein ungewöhnliches Projekt:
ein zutiefst politischer Film, ohne explizit politische Aussagen zu formulieren;
zutiefst spirituell, ohne sich einer Religion zuzuordnen;
radikal lokal – und zugleich international verständlich.

Die Produktion wurde vollständig unabhängig realisiert: privat finanziert, ohne institutionelle Förderung und in völliger Eigenständigkeit umgesetzt. Hinter dem Projekt steht eine Frau ohne klassische Filmausbildung, gemeinsam mit einem jungen Team von Filmschaffenden im Alter zwischen 20 und 25 Jahren. Diese Konstellation prägt die Identität des Films: offen, suchend und frei von vorgefertigten Erwartungen.


AHUL folgt keiner klassischen dokumentarischen Erzählweise. Vielmehr versteht sich der Film als Spurensuche mit den Mitteln des Kinos – als Annäherung an das, was bleibt, wenn sich Kulturen wandeln, und an das, was Menschen über die Zeit hinweg miteinander verbindet.

Leonard Marin (B2W)

Regieassistenz
Zweite Kamera

Fatjon Humaj (B2W)

Cinematografie 
Schnitt

Aaron, Leonard und Fatjon sind die jüngsten Mitglieder des Teams der Freiburger Filmproduktionsfirma  

B2W filmworks, die sowohl für klassisches filmisches Handwerk als auch für Experimentierfreude und modernste Technologie steht. Die Produktionen dieser leidenschaftlichen Filmemacher sind bekannt für ihre Authentizität, emotionale Tiefe und Qualität.

Wie AHUL entstand

Ursprünglich kamen wir mit einer anderen, klar definierten Frage auf die Kanarischen Inseln.
Dann begegneten wir Damián, der uns davon erzählte, wie die Guanchen den Tod verstanden und mit ihren Verstorbenen umgingen.
Es war seine Art zu denken, zu sprechen und zu leben, die in uns den Wunsch weckte, diese Geschichte mit der Welt zu teilen.
Die Geschichte dieses Mannes aus Tegueste und seiner Freunde.
Von seinen Vorfahren und von der Gemeinschaft, in der sie ihr Erbe lebendig halten und ehren.
Eine Geschichte von Ursprung, Gegenwart und Zukunft.
Davon, was es bedeutet, Mensch zu sein – jenseits von Zeiten, Kulturen und Grenzen.
So entstand AHUL.
Der Film ist fertig. Die Geschichte noch nicht.
Du schreibst sie weiter. Jeden Tag.